Rezept des Monats April 2017: Kohlrabisuppe mit Radieschentatar

Das Frühlingserwachen zeigt sich auf den Wochenmärkten nicht nur mit Spargel und einer großen Kräutervielfalt, sondern auch mit frischen heimischen Gurken, Rübchen, Kohlrabi und vor allem knackigen wunderbar roten Radieschen. Kohlrabi und Radieschen passen nicht nur farblich in einem Gericht zusammen, sondern auch, weil beide aufgrund ihrer Senföle charakterliche Gemeinsamkeiten aufweisen. Ich habe beide in einer Suppe kombiniert und möchte mein Gericht gern mit euch teilen.

Zutaten für 4-6 Personen:

Für die Suppe:

2 größere Kohlrabi

1-2 Zwiebeln

2 EL Ghee (Butterschmalz)

500 ml Geflügel- (oder Gemüse-)brühe

200 ml Sahne

1 TL Zitronenabrieb

1 EL Zitronensaft

Senföl und Kerbel zum Garnieren

Für das Tatar:

1 Bund Radieschen (ca. 10 Stück)

1 kleine Schalotte

50 g Creme fraiche

1 EL Senföl

1 EL gehackte und geröstete Kürbiskerne

1 TL Estragon

1 EL Apfelsüße

1 TL Estragon gehackt

1 TL Zitronensaft

½ TL Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Suppe:

Den Kohlrabi schälen.- Aus der Mitte 4 hauchdünne Scheiben herausschneiden und in Salzwasser 2 min blanchieren. In Eiswasser abkühlen, dann herausnehmen, abtropfen lassen und beiseite stellen. Den restlichen Kohlrabi würfeln (1-2cm Stücke).

Die Zwiebel sehr fein hacken und in heißem Ghee glasig anschwitzen. Die Kohlrabiwürfel zugeben und mit Gemüsebrühe auffüllen. Zitronenabrieb sowie –saft dazugeben und etwas salzen. Ca. 15-17 min weichkochen. Gründlich pürieren. Die Sahne angießen, ganz kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Nochmals mittels Pürierstab aufmixen.

Tatar:

Die Radieschen in 1-2mm große Würfel (Brunoise) schneiden, die Schalotte ebenso. Mit den restliche Zutaten zu einem Tatar verrühren und mit Salz, Pfeffer und der Apfelsüße abschmecken.

Die vier Scheiben Kohlrabi an einer Stelle bis zur Mitte einschneiden und diese zu einem Kegel zusammendrehen. Das Tatar hineinfüllen.

Anrichten:

Die Suppe in tiefe Teller gebe und die gefüllten Tatar-Kegel vorsichtig mittig einlegen. Die Supe mit etwas Senföl beträufeln und etwas gehackten Kerbel obenauf streuen.

Tipp:

Beim Kohlrabikauf darauf achten, dass man keine alten, holzige Exemplare erwischt. Dann lieber kleine nehmen und das Tatar ohne den Kohlrabikegel in die Suppe einlegen.

Die Suppe schmeckt mit Geflügelbrühe insgesamt runder. Vegetarier greifen selbstverständlich auf Gemüsebrühe zurück.

Wer möchte kann in die Suppe auch noch ein pochiertes Wachtelei einlegen, das auch kommt ganz gut.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und einen sonnigen und genussvollen Frühling. Eure Katrin Bunner