Unter strahlendem Sonnenschein empfing uns Hans Pfeffer herzlich im Vorhof der Bannmühle – einem beeindruckenden Anwesen im Glantal, dessen weitläufiger Gebäudekomplex sofort in seinen Bann zieht. Mit großer Begeisterung erzählte er uns, wie ihn vor 30 Jahren der Weg zu diesem damals verlassenen Hof geführt hatte – eine Geschichte voller Zufälle, Mut und Entschlossenheit.
Heute bilden ökologischer Obstanbau – allen voran der Apfelanbau – und die Erhaltungszucht des Glanrinds, einer traditionsreichen regionalen Rinderrasse, die zwei Säulen seines landwirtschaftlichen Betriebs.
Unser Rundgang begann bei der historischen Wasserturbine, die das gesamte Anwesen mit Strom versorgt – ein stiller, aber beständiger Zeuge der langen Geschichte der Mühle. Weiter führte uns Hans durch die Obstpresse, die Kelterei und die Abfüllanlage, bevor wir – er vorneweg auf dem Traktor – über holpriges Gelände zu den Glanrindern tuckerten. Die robusten Tiere verbringen das ganze Jahr auf Weiden und Streuobstwiesen und werden unter anderem mit dem Trester aus der Obstpresse gefüttert. Karlfried Simon vom benachbarten Bainerhof, der zweite Züchter dieser seltenen Rasse und auch Lieferant der Glanrindtage-Restaurants, ergänzte mit wertvollen Einblicken in seine Zuchtarbeit.
Was uns alle faszinierte: Die Ausscheidungen der Rinder dienen als natürlicher Dünger für die Wiesen – ein echter Kreislauf, der nichts verschwendet und alles miteinander verbindet. Ein Nährstoffkreislauf par excellence, den Hans täglich mit großem Engagement pflegt und weiterentwickelt.
Natürlich kam auch der Genuss nicht zu kurz: Unter teils noch blühenden Apfelbäumen stärkten wir uns mit einem köstlichen Gulasch vom Glanrind, begleitet von den frischen Obstsäften des Hofes. Ein kulinarisches Erlebnis, das die Philosophie des Hauses auf dem Teller widerspiegelte.
Den Abschluss bildete ein Besuch im Hofladen – und das frische, hervorragende Fleisch wanderte bei so manchem direkt in die Einkaufstasche. Zu Recht!
Ein rundum gelungener Nachmittag: informativ, herzlich, lecker – und voller Inspiration für alle, die Slow Food nicht nur essen, sondern auch leben wollen.










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