John Ruskin, englischer Sozialkritiker 1819-1900: Das Gesetz der Wirtschaft

Der 1819 in London geborene Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph verbrachte seine Kindheit in Croydon. Ruskin (hier gezeichnet, 1857, von George Richmond) lehrte ab 1869 in Oxford Kunstgeschichte und beschrieb in vielen Schriften das Evangelium der Schönheit.

John Ruskin Aussagen über die Gesetze der Wirtschaft:

Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen kann und ein wenig billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist auch unklug, zuwenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Wenn Sie dies tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres mehr zu bezahlen.“

John Ruskin sah in der zunehmenden Industrialisierung die Gefahr einer Ver-krüppelung sowohl menschlicher Tugenden als auch künstlerischer Schaffenskraft.

Er trat für eine Wirtschaftsethik ein, in deren Mittelpunkt der Mensch stehen sollte und bei der handwerkliche Arbeit als schöpferischer Wert betrachtet werden sollte.

 

Mehr über John Ruskin, u. a. hier bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/John_Ruskin

 

Gibt es da noch etwas hinzuzufügen?